Was bedeutet Home Staging?

Während man beim Interior-Design von Privatwohnungen meist eng mit den tatsächlichen Bewohnern arbeitet und eine sehr individuelle Einrichtung kreiert, gestaltet man beim Stagen, was so viel wie inszenieren bedeutet, Räume auf Zeit, deren Stil einen breiten Geschmack trifft. Denn Home Staging ist eine Maßnahme des Visual Merchandising. Das Haus oder die Wohnung, beispielsweise in Zürich, Kloten oder Winterthur wird vor einem geplanten Hausverkauf oder Wohnungsverkauf in den perfekten Verkaufszustand versetzt. Home Staging ist nicht einfach nur motiviertes Hinstellen von ein paar Möbeln. Die Kunst besteht darin, ein Ambiente zu schaffen, indem sich der Kaufinteressent jeden Alters sofort wohlfühlt und zu sich selbst sagt, dass er hier sofort einziehen möchte.

Woher stammt Home Staging?

Entwickelt hat sich die Dienstleistung Home Staging bereits Anfang der Siebzigerjahre in den USA. Damals hat die Immobilienmaklerin Barb Schwarz angefangen, Wohnungen zu stagen. In den Vereinigten Staaten ist Home Staging mittlerweile ein anerkanntes Berufsbild. Auch in Skandinavien wird kaum mehr eine Immobilie unmöbliert verkauft, ohne dass vorher Home Staging gemacht wurde. In der Schweiz hat Home Staging noch Entwicklungspotential, doch so langsam setzt sich diese Methode immer mehr durch, auch in Orten wie Uster, Wetzikon oder Dübendorf.

Wie läuft Home Staging ab?

Erst einmal muss vor dem Home Staging unterschieden werden, ob die Immobilien noch bewohnt sind oder leer stehen. Bei noch bewohnten Häusern reicht es manchmal, den Eigentümern im Rahmen einer Beratung ein paar Tipps zu geben. Oft ist es so, dass die Präsenz des Eigentümers zu sehr im Vordergrund steht und die Räume zu voll gestellt sind. Bei einem Hausverkauf oder Wohnungsverkauf in vielen Fällen schlechte Argumente für einen guten Preis. In einem solchen Fall ist das Wichtigste das Entpersonalisieren, sprich das Ausräumen, um durch Home Staging eine ansprechende Wohlfühl-Atmosphäre zu schaffen. Anstelle des Persönlichen tritt dann eine neutrale Raumstruktur, die eine breitere Käuferschicht anspricht. Dies erlaubt es den Interessenten, im Geiste schon das eigene Zuhause zu sehen und in Gedanken den Umzug zu planen.

Was muss man beim Home Staging beachten?

Bei aller Neutralität ist jedoch wichtig, dass eine Immobilie passend zur anvisierten Käuferschicht gestaltet wird. Steht etwa ein Loft im Stadtzentrum zum Verkauf wird dort eher mit einem cleanen Stil und neutralen Farben eingerichtet und dabei beim Home Staging auf gekaufte oder gemietete Designklassiker, wie etwa einen Lounge Chair gesetzt. Wird hingegen ein Einfamilienhaus in idyllischer Lage, vielleicht in Zumikon, zum Hausverkauf angeboten, liegt der Fokus auch auf dem Home Staging des Kinderzimmers in fröhlichen Farben. Zudem ist die Gestaltung auch an die aktuelle Jahreszeit anzupassen. Im Winter bevorzugt man etwa eher warme, erdige Töne, im Sommer aber frische und kühle Farben. Darauf sollte beim Home Staging eingegangen werden. Schon eine Schale mit frischem Obst auf dem Tisch, frische Blumen und ein guter Raumduft erzielen eine große Wirkung bei den Käufern. Den feinen Unterschied zwischen Dekorieren und dem Home Staging ist jedoch noch etwas besonderes. Beim Dekorieren werden einfach Accessoires hingestellt. Beim Home Staging wird hingegen genauer darauf geachtet, was individuell zu den jeweiligen Immobilien passt, um die Highlights hervorzuheben. Von Dingen, die vielleicht weniger ansprechend sind, ist beim Home Staging abzulenken.